Ruben Luckardt

13.00 Uhr

Antike Mythologie ist fester Bestandteil der DDR Literatur und das nimmt auch das Drama nicht aus. Prominent ist die Figur des Herakles, bei Hacks in der »Omphale«, bei Müller im Kurzdrama »Herakles 5« oder im Langgedicht »Herakles 13« (und bei Hartmut Lange der »Herakles«).

Ziel dieses Beitrages ist ein Vergleich zwischen den Ansätzen der Heraklesdramen von Peter Hacks (Omphale) und den Texten von Heiner Müller (Herakles 5; Herakles 13). Die Widersprüche, die Hacks und Müller in ihren unterschiedlichen Ansätzen repräsentieren, erweisen sich gerade in ihrem jeweiligen Umgang mit Mythos und der Heldenfigur als sehr fruchtbar. Dabei lassen sich nicht nur die (klassische) Kunstkonzeption von Hacks begreifen, sondern auch ihr Widerspruch (nicht bloß gegenüber Heiner Müller) zu gegenwärtigen gesellschaftlichen und ästhetischen Dimensionen. Fragen, die für diesen Beitrag zu beantworten wären, sind die Frage nach der Mythosrezeption in der DDR-Dramatik und wie diese ihr Verständnis von Geschichte, Klassenkampf, Sozialismus und Zukunft am Heraklesstoff verarbeitet.Auch wenn hierbei Hacks und Müller als Gegensätze das
Zentrum der Auseinandersetzung bilden lässt sich diese Untersuchung ggf. mit einem Blick auf den »Herakles« von Hartmut Lange ergänzen.

 

Hier können Sie den Vortrag nocheinmal hören und sehen:

Ruben Luckardt, geboren 1988, studiert im Master-Studiengang an der Ruhr-Universität Bochum Komparatistik und Theaterwissenschaft. Außerdem ist er als pädagogischer Mitarbeiter an einer Offenen Ganztagsschule tätig.

 

zum Programm